Kanaren-Stories: El Golfo im Südwesten von Lanzarote

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Der kleine Ort El Golfo im Südwesten von Lanzarote hat nur 131 Einwohner. Dennoch genießt er auf der Insel große Aufmerksamkeit: Einerseits durch seine guten Fischrestaurants, andererseits durch die Grüne Lagune, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote.

El Golfo liegt unterhalb des Timanfaya-Nationalparks direkt an der Küste. Sie erreichen das Dorf vom Süden über die Küstenstraße LZ-703 und von der Inselmitte von der Stadt Yaiza aus über die LZ-704. Yaiza ist auch gleichzeitig der Name der Gemeinde, zu der El Golfo gehört.

Bis in die 90er Jahre lebten die Einwohner des kleinen Fischerorts abgeschieden vom Rest der Inselzivilisation. Es gab weder Strom, noch Wasserleitungen oder einen Telefonanschluss. Das änderte sich, als man Besuchern den Zugang zu diesem ursprünglichen Dorf ermöglichen wollte. Neben einer Versorgung mit Elektrizität und Wasser entstanden kleine Apartmentanlagen. Von großen Hotelburgen ist El Golfo bislang verschont geblieben.

Das Dorf lässt sich gut zu Fuß erkunden. In den kleinen Straßen finden Sie einige Fischrestaurants, die frisch gefangenen Fisch und allerlei Meeresfrüchte anbieten. Die Lokale genießen inselweit einen besonders guten Ruf. Außerdem können Sie einen Spaziergang am Strand unternehmen und – wenn Sie in den Morgen- oder Abendstunden da sind – den wundervollen Sonnenauf- und Untergang beobachten.

 

Vulkankrater mit einer grünen Lagune

Zudem lohnt es sich, den Vulkankrater mit der grünen Lagune zu besuchen. Offiziell wird der See Charco de los Clicos genannt. Sein Name stammt von einer Art Meeresfrüchte ab, den Clicos, die damals häufig an der Küste vorkamen. Es ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote. Über einen gesicherten Weg im Süden von El Golfo gelangt man zu einem schönen Aussichtspunkt. Der Krater ist stellenweise im Meer versunken, aber seine Ausmaße lassen sich noch gut nachvollziehen. In der Mitte hat sich eine Lagune gebildet, die durch ihre grüne Farbe einen schönen Kontrast zu den ockerfarbenen Felsen und dem schwarzen Lavasand hervorhebt. Das Grün entsteht durch Ablagerungen von Algen im See, genauer gesagt durch die Algenart Ruppia Maritima. Das Meerwasser strömt unterirdisch in und aus dem Kratersee. Es herrscht eigentlich ein natürliches Gleichgewicht, das aber seit ein paar Jahren aus den Fugen geraten ist. Die Lagune verdunstet immer mehr, so dass sie heute nicht mehr ihre ursprüngliche Größe besitzt. Mittlerweile steht sie unter Naturschutz.

In der Nähe der Lagune findet man auch häufig Olivin, ein Mineral, das durch den Erdmantel bzw. Vulkanismus entstanden ist. Der Halbedelstein eignet sich gut, um ihn als Schmuckstein zu verwenden.

 

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