Tape Art: Kunstwerke mit dem Klebeband

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Kleben statt Malen oder Zeichnen: Ein neuer Trend der Street Art-Künstler hält nun auch in unseren vier Wänden Einzug. Denn das hierfür verwendete Klebeband ist bunt, geruchlos und leicht angebracht. Selbst große Flächen können damit in kurzer Zeit gestaltet werden. Und das ganz einfach mit dem Cutter.

Die Möglichkeiten sind hier schier unbegrenzt: von grafischen Mustern bis zu architektonischen Bildern und Gesichtsportraits – fast alles ist mit ein bisschen künstlerischem Geschick möglich. Und wem nach ein paar Monaten nach einem neuen Motiv ist, zieht das alte ganz leicht wieder von den Wänden ab – ohne Rückstände auf der Wand.

Tape Art
Kindergarteneingang im Maya-Stil, Lausanne 2014

Die Berliner Jungs alias „Klebebande“ stellen in ihrem Buch „Tape Art“ erstmalig die neue Kunstform vor. Sie geben einen Überblick über die verschiedenen Klebebänder und erläutern alle Techniken, die ein Tape Artist verwenden kann, um Kunstwerke zu schaffen.

Tape Art
Neu: TAPE ART Kunst mit Klebeband – Ideen und Projekte, Haupt Verlag, 168 Seiten, gebunden, durchgehend farbige Abbildungen, Preis: 39,90 €, ISBN: 978-3-258-60131-1

Anhand von elf Projekten können Einsteiger die neue Form der Wandgestaltung kennenlernen. Foto-Anleitungen zeigen Schritt für Schritt, wie die Kunstwerke auf Holz, Alu-Dibond, Stoff, Stein, Asphalt oder Glas entstehen. Fortgeschrittene erhalten Anregungen für weitere Portraits, Landschaftsbilder und abstrakte Kunst.

 

Zur Entstehung des Tape Art – von den USA nach Berlin

 

Tape Artisten bezeichnen ihr Schaffen als Performance-Kunst, auf deren Entstehung nicht nur der Künstler sondern auch der Betrachter Einfluss hat. Ihre Werke dienen selten dem Selbstzweck sondern vielmehr der Interaktion und der Interpretation. 1989 nahm die junge Kunstform in Providence, Rhode Island (USA), ihren Anfang. Seit 2015 ist Berlin die unangefochtene Tape Art-Hauptstadt.

 

Tape Art-Kollektiv Klebebande

 

Die Berliner Künstler Nikolaj „NkoBu“ Bultmann, Bruno „BeezeBoe“ Kolberg und Bodo Höbing gründeten 2011 eine der ersten deutschen Tape Art-Vereinigungen: Die Klebebande. Thematisch beschäftigt sich das Trio überwiegend mit urbanen Motiven und architektonischen Strukturen – häufig in Gegenüberstellung zur Natur. Mehr Infos unter www.klebebande-berlin.com.

 

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