Tegueste – Unterwegs im Nordosten Teneriffas

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Wer den Reiz des Unbekannten in Teneriffa erleben will, sollte mal mit dem Bus nach Tegueste in den Nordosten fahren. In der kleinen Stadt findet der typisch kanarische Alltag statt.

Tegueste – von Puerto de la Cruz setzte ich mich in den Bus 102 nach Santa Cruz, der etwa auf der Mitte in La Laguna stoppen sollte. Von dort aus musste es mit einer anderen Buslinie weiter in das Städtchen am Anaga-Gebirge gehen. Spätestens als ich das Autobahn-Schild „Santa Cruz 3 km“ sah wurde mir bewusst, dass La Laguna hinter mir lag. Der Busfahrer bestätigte mir, dass man für La Laguna an irgendeiner unangekündigten Haltestelle an der Autobahn hätte aussteigen sollen. Na prima. Ich fuhr also nach Santa Cruz, nahm die gleiche Linie zurück und holte mir diesmal Unterstützung von einer Guanche, einer einheimischen Frau aus Tacoronte. Sie zeigte mir, wo ich aus- und umsteigen sollte. Im Busbahnhof von Laguna angekommen war es hingegen leicht, die richtige Buslinie nach Tegueste zu finden. Nach etwa 35 Minuten kam ich im verschlafenen Städtchen am Anaga-Gebirge an, nördlich von La Laguna.

Grüne Hügel im Nordosten Teneriffas

Die grüne Gebirgskette ist das erste, was einem Touristen wie mir aufgefallen ist. Eine blühende Landschaft, in der Urlauber dem Alltag entfliehen können. Dazu die Ruhe -vor allem zur Siesta- die eintritt, sobald man die Hauptverkehrsstraße TF 13 verlassen hat. Durch eine kleine Fußgängerzone gelangt man zum Herzstück von Tegueste, der schönen Plaza San Marcos mit der gleichnamigen Kirche. Auf dem Platz laden einige Bänke zum Sitzen und Ausruhen ein. Leider war der Turm der dreischiffigen Kirche von einem Baustellengerüst umgeben. Aufgrund von Sanierungsmaßnamen war die Kirche verschlossen. Gegenüber befindet sich das rote Rathaus. Das Gebäude ist im typisch kanarischen Stil errichtet mit schmuckvollem Holzbalkon.

Von dem Platz und gleichzeitigem Zentrum von Tegueste aus schaute ich mir die umliegenden Straßen an. Auffällig waren die vielen farbig gestrichenen Häuser. Nahezu jede Farbe konnte ich an den Hauswänden finden und einige „wilde“ Kombinationen wie zum Beispiel hellblau und rosa. Manche Häuser werden über einen Vorgarten erreicht, der oft mit Palmen oder Drachenbäumen bepflanzt ist.

Dass Tegueste nicht nur eine Stadt sondern auch der Name und das Zentrum einer Gemeinde ist, scheint wohl der Grund zu sein, warum es hier viele Geschäfte gibt: Banken, Supermärkte, Modeläden, Friseure, KFZ-Werkstätten, Restaurants oder Kneipen. Die Gemeinde bietet auch nützliche Kurse für die Bevölkerung an: Beispielsweise können die Einwohner lernen, wie man einen Bio-Kompost richtig anlegt – das erzählte mir ein freundlicher Angestellter in einem Informationsbüro der Stadt.

Nach meinem Rundgang durch die Straßen und Gassen dieser Stadt folgte ich einem Weg zurück zur Hauptstraße, wo nach wenigen Minuten der Bus nach La Laguna eintraf.

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