Arbeiten und Urlaub verbinden. Diesen Traum erfüllen sich so genannte „digitale Nomaden“, meist junge Menschen, die mit einem Online-Business ihre eigene Karriere aus der Ferne starten. Das Thema Wohnen wird hier schnell zur Nebensache, wie das folgende Beispiel zeigt.

Einer, der in kurzer Zeit schon 20 ferne Länder bereist hat, ist Bastian (32). Seit 2015 ist er in der Welt unterwegs, Ende letzten Jahres hat er sich komplett aus Deutschland abgemeldet. Bastian ist Hotelfachmann und musste das Geld verdienen im Internet erst einmal lernen. „Ich habe 30 verschiedene Online-Kurse aus dem amerikanischen Raum besucht und mich dann mit dem Verkauf von Produkten bei Amazon entschieden“, erzählt er. Über eine Handelsplattform ordert er Haustierprodukte, die in Asien produziert werden. Um die Verkaufsförderung kümmert er sich von unterwegs, um den Versand Amazon.

 

Bastian in seinem neuen Büro

„In Deutschland fühle ich mich nicht mehr wirklich zu Hause“, sagt der digitale Nomade. Bastian mag den Gedanken von Multilokalität, zu lange an einem Ort zu sein, das ist nichts für ihn, meint er. Dennoch hat auch er seine Lieblingsorte in der Welt, darunter Chiang Mai (Thailand), Medellín (Kolumbien) und Rio de Janiero (Brasilien).Bastian braucht nicht immer eine Wohnung für sich, ihm reicht auch ein Zimmer mit bequemen Bett, da er drinnen nicht viel Zeit verbringt. Viel wichtiger ist für ihn die Lage: „Ich suche mir Stadtteile, in denen die Nomadendichte hoch und der Weg zu Co-working spaces nicht weit ist“, erzählt er. Der Austausch mit anderen Web-Experten begeistert ihn.Die meisten digitalen Nomaden reisen mit Handgepäck. „Wenn möglich ich habe nie einen Koffer dabei, sondern immer nur ein Rucksack“, erzählt Bastian. Der Grund: Wenn das Gepäck verloren geht, hängt daran auch die Existenz.

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