Neulich in einer Inhouse-Schulung kam die Frage auf: „Was können Redakteur:innen besser als KI – wie kann man sich abgrenzen?“ Eine Frage, die viele Schreibende gerade intensiv beschäftigt.
Fakt ist: KI kann Texte generieren, Daten auswerten und selbst aufwendig recherchierte Themen in Sekunden zusammenfassen. Sie ist ein Werkzeug, kein Ersatz. Genau hier liegt unser Vorteil.
1. Kontext verstehen und einordnen
KI liefert allgemeinbekannte Fakten, aber sie versteht keine Unternehmens- oder Branchendynamiken. Redakteur:innen können Inhalte in den richtigen Kontext setzen, Zusammenhänge sichtbar machen und für das Publikum relevante Narrative entwickeln.
2. Tonalität und Zielgruppenfeeling
Ein Text mag formal korrekt sein, aber spricht er die Zielgruppe wirklich an? Wir wissen, welche Worte Emotionen auslösen, welche Story-Elemente Vertrauen schaffen und welche Botschaften hängen bleiben.
3. Kreativität und Storytelling
KI kann Ideen vorschlagen, aber sie kann keine Geschichten leben. Wir verbinden Fakten mit Geschichten, gestalten Spannungsbögen und schaffen Aha-Momente.
4. Ethische Verantwortung und Glaubwürdigkeit
Wir entscheiden, was veröffentlicht wird, welche Quellen vertrauenswürdig sind und welche Botschaften langfristig zur Marke passen. KI liefert Vorschläge. Wir tragen Verantwortung.
5. Beziehungen und Netzwerk nutzen
Journalismus und Unternehmenskommunikation leben von Menschenkontakten. Interviews, Expertenmeinungen, Insiderwissen. KI kann das nicht ersetzen.
Fazit: Redakteur:innen müssen KI nicht fürchten.
Wir müssen sie für uns nutzen. Aber unsere Stärken liegen klar in Kreativität, Urteilsvermögen und Menschlichkeit. Wer diese Fähigkeiten schärft und strategisch einsetzt, grenzt sich deutlich ab und bleibt unverzichtbar.
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