Winterreifen, Fahrräder oder Gartenwerkzeug: In der Garage sammelt sich so einiges an, was woanders im Haus nur im Weg steht. Doch auch der Platz in der Garage ist begrenzt. So schaffen Sie Ordnung und mehr Freiflächen. Plus: Welche Tipps zum Heimwerken in der Garage wichtig werden können.

Foto: Zapf
Foto: Zapf

Neben dem Stellplatz für das Auto und eventuell eine kleine Werkbank bietet die Garage oft noch Stauraum für sperrige Geräte und Gegenstände. Man muss sie nur sinnvoll ordnen und platzsparend unterbringen. Regale, Hakenleisten und ein zweiter Stauboden können helfen.

 

Robuste Regale für die Seitenwände

In Regalen finden Dinge einen trockenen und geschützten Platz, die nicht gerne in der Wohnung aufbewahrt werden, wie Motoröl, Lack, Streusalz oder Benzin für den Rasenmäher. Die Regale sollten aus stabilem Holz oder Metall bestehen und hohe Belastungen vertragen. Wichtig ist, sie fest an den Seitenwänden zu verankern, damit sie nicht umkippen können.

An den Haken hängen

Foto: Ikea
Foto: Ikea

Sperrige Güter lassen sich auch mit Hakensystemen platzsparend an der Wand verstauen. Fahrräder, Reifen, Surfbrett, Skier oder Gartenschaufeln finden hier einen sicheren Abstellplatz. Vor allem, weil man für die Aufhängung auch die Höhe der Garage nutzen kann.

 

Stauraum über Kopf schaffen

Sind die Seitenwände hoch genug, kann ein Stauboden eingebaut werden. Eine solche Konstruktion besteht meist aus Holzbalken und Brettern. Der Boden bildet eine zweite Ebene unter dem Dach, auf der Sachen verstaut werden können, die selten benötigt werden. Wichtig ist, dass der Boden den zukünftigen Belastungen standhält. Deshalb besser vorher planen, welche Dinge oben gelagert werden sollen.

 

Heimwerken in der Garage

Foto: Bosch
Foto: Bosch

Wer keinen Keller hat, kann in der Garage eine Hobbyecke zum Heimwerken und Basteln einrichten. Möglich ist, eine kleine Werkbank zu installieren, an der man bequem in Hausnähe arbeiten kann. Wenn das Auto herausgefahren wird, besteht sogar Platz für größere Projekte. Selbst bei Regen lassen sich hier Holzmöbel abschleifen und lackieren – bei geöffneten Garagentor natürlich.

 

Umnutzung muss genehmigt werden

Garage in Wohnraum umwandeln: Wer die Garage nicht mehr als Abstellplatz für das  Auto, Motorrad, Moped oder die Fahrräder benötigt, sondern sie lieber als weiters Zimmer nutzen will, muss dies beim örtlichen Bauamt genehmigen lassen. Eine Umnutzung als reine Werkstatt, Abstellzimmer oder Gartenhaus entsteht bereits, wenn Schränke und Werkbänke in die Garage einziehen. Juristisch gesehen wird die Nutzung geändert, was ohne Genehmigung nicht zulässig ist.

Mischformen sind aber oftmals möglich. Wer eine neue Garage errichtet, sollte hierfür direkt mehr Platz einplanen. Doppelgaragen, Großraum- oder Breitgaragen bieten genug Platz für das Auto und eben auch eine Ecke zum Werkeln und Aufbewahren von Dingen, die in anderen Wohnräumen oftmals stören.

Wer eine neue Garage plant und diverse Sondernutzungen bereits im Auge hat, sollte diese bei der Planung auf jeden Fall berücksichtigen. Je nachdem, welche Form der Nutzung überwiegt, sollte die Garage entsprechend gestaltet werden. Wird die Garage zum Heimwerken genutzt, empfiehlt sich der  Einbau von Seitenfenstern für mehr Licht sowie eine separate Tür für mehr Komfort. Ebenso sind eine elektrische Beleuchtung sowie zusätzliche Steckdosen ratsam.

Garagenbesitzer nutzen auch die Möglichkeit, ihre Garage durch einen Anbau zu einem späteren Zeitpunkt noch zu vergrößern. Manche Garagenhersteller bieten Modulsysteme an, mit denen passende Anbauten auch später noch errichtet werden können.