Yoga zuhause
Viele Menschen praktizieren Yoga, einige davon zuhause. Wie Sie die richtige Yoga-Ecke in der Wohnung finden.

Im hektischen Alltag kann eine Yoga-Ecke in der Wohnung ein wertvoller Rückzugsort sein. Hier kann der Geist zur Ruhe kommen, der Körper entspannen und wohltuende Asanas üben. Fünf Tipps, wie Sie einen solche Ecke finden und einrichten können.

 

1. Ruhigen Raum für Yoga wählen

Wählen Sie zunächst einen festen Platz für Ihre Yoga-Ecke. Im Idealfall sollte dieser Ort ruhig und frei von Ablenkungen sein. „Das kann ein Platz im Wohnzimmer sein, manchmal auch eine Ecke in einem großen Schlafzimmer“, sagt Nora Böhm, die als Interieur Designerin in Köln unter anderem Yogastudios einrichtet. Wichtig ist, dass es keine aktiven Räume wie Kinderzimmer, Küche oder Flur sind. Wer kann, wählt eine Ecke in der Nähe einer Heizung, um in ruhiger Position nicht zu frieren. Gut sei auch ein Fenster in Sichtweite, so Böhm. Denn Yoga sollte möglichst geschützt stattfinden, und es sei angenehm, den Blick nach draußen richten zu können, sagt die Expertin.

 

2. Mindestens zwei Quadratmeter

Für die Asanas, die Körperübungen beim Yoga, braucht man mindestens zwei Quadratmeter Platz. „Ideal ist es, wenn die Arme im Stehen nach oben gestreckt werden können, ohne die Decke zu berühren, und zu den Seiten ausgebreitet werden können, ohne an Wände oder Möbel zu stoßen“, sagt Jessica Fink vom Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland. Auch in der Rückenlage am Boden sollte es möglich sein, die Arme ausgestreckt hinter dem Kopf sowie ausgebreitet zu den Seiten abzulegen. Wenn die Wohnung das nicht hergibt, können die Übungen variiert werden, zum Beispiel durch eine andere Armhaltung. „Bei Online-Live-Kursen gibt es oft die Gelegenheit, solche Probleme mit der Kursleitung zu besprechen und sich Alternativen zeigen zu lassen“, erzählt sie.

 

3.Beruhigende Atmosphäre schaffen

YogaIst der Platz gefunden, braucht er die richtige Atmosphäre. „Die einen können sich am besten auf die Praxis konzentrieren, wenn der Raum um sie herum möglichst schlicht ist“, sagt Jessica Fink. Anderen helfen Kerzen, Blumen, Bilder oder Skulpturen, um sich aus dem Alltag zurückzuziehen und in eine ruhige Stimmung zu kommen.

Wichtig sei das Signal, dass man seinem Hobby Yoga dauerhaft Raum gibt, so Nora Böhm. Etwa, indem man die Ecke in sanften Farben gestaltet oder die Lieblingsaccessoires aufstellt. Auch dimmbare Lampen können für eine beruhigende Atmosphäre sorgen. Außerdem könne man vor der Yogapraxis Räucherstäbchen anzünden, um sich einzustimmen, so die Interieur Designerin.

 

4. Yoga-Ausrüstung bereitlegen

Eine rutschfeste Yogamatte ist das Herzstück der Yoga-Ecke. Sie sollte von guter Qualität sein und ausreichend Halt bieten. Ergänzen kann man die Ausstattung mit Yogablöcken und Yogagurten. „Für Atemübungen und Meditation sind Sitzkissen, Meditationsbänkchen, Stuhl oder Hocker wichtig“, sagt Jessica Fink. Wer auf Fliesen oder einem anderen Bodenbelag üben muss, der sich trotz Matte sehr kalt oder hart anfühlt, kann eine zusätzliche Fellyogamatte unter die Matte legen. An kalten Tagen empfiehlt sich eine Decke für die Entspannungsphasen.

Um die Utensilien nach einer Yoga-Einheit zu verstauen, sollte ein Korb oder ein kleines Regal aufgestellt werden. „So ist alles immer griffbereit und muss nicht vor jeder Yogastunde zusammengesucht werden“, sagt Nora Böhm. Die Yogaausrüstung sollte immer ordentlich aufbewahrt werden, damit in der Ecke positive Energie herrscht.

 

5. Bei Yoga-Online-Kursen: Laptop an die Kopfseite der Matte stellen

Da Yoga sowohl Übungen im Stand als auch am Boden beinhaltet, sollte die Position des Laptops oder Tablets bei Online-Kursen gut durchdacht sein. „Idealerweise sollten die Übungen verbal so genau angeleitet sein, dass der Ton ausreicht, um sie auszuführen“, sagt Fink. Spätestens bei Übungen in Bauch- oder Rückenlage werde es sonst schwierig, den Bildschirm im Auge zu behalten und gleichzeitig zu praktizieren.

Böhm rät, den Laptop am Kopfende der Matte aufzustellen. In welcher Höhe, hängt davon ab, wofür man den Blick auf den Bildschirm benötigt. „Für Übungen am Boden ist es gut, den Laptop auf einen Couchtisch oder die Sitzfläche eines Stuhls oder Hockers zu stellen“, sagt Fink. Für Übungen im Stehen sei es besser, den Laptop auf Augenhöhe stehen zu haben, damit der Nacken nicht durch den Blick nach unten belastet wird. Bietet die Yoga-Ecke beide Möglichkeiten, kann der Laptop zwischendurch umgestellt werden.

Einfacher und effektiver ist es jedoch, sich mit den Übungen vertraut zu machen, so dass der Blick auf den Bildschirm nicht ständig nötig ist. Wer mit aufgezeichneten Videos übt, hat die Chance, sich das Video vorher einmal anzusehen.

Die Einrichtung einer Yoga-Ecke ist der erste Schritt. Um die Vorteile voll auszuschöpfen, ist es wichtig, eine regelmäßige Yoga-Praxis zu etablieren. Planen Sie feste Zeiten für Ihre Yoga-Sitzungen ein und bleiben Sie dabei. Mit der Zeit kann die Yoga-Ecke zu einem unverzichtbaren Teil Ihres Alltags werden.