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Je kleiner, desto gemütlicher: Balkonmöbel für wenig Platz

Foto: Butlers

Wer mit einem Balkon die Wohnung verlängern kann, freut sich im Sommer, auch wenn es nur wenige Quadratmeter sind. Um draußen entspannt Frühstücken und Sonnenbaden zu können, sind schlanke und flexible Möbel empfehlenswert. Mit diesen können Sie sogar Gäste auf Ihre kleine Freiluftfläche einladen. Das sind die Trends unter den platzsparenden Balkonmöbeln.

Balkonnutzung festlegen: Gartenersatz oder zweites Wohnzimmer

Bevor Sie neues Mobiliar anschaffen, sollten Sie entscheiden, wofür Sie Ihren Balkon verwenden möchten. Soll der Balkon zum Anpflanzen von Obst und Gemüse genutzt werden, also als Nutzgarten, werden Sie sich mit den großen Pflanzkübeln, die es dafür braucht, die Fläche teilen müssen. Viel mehr Platz als für einen kleinen Bistrotisch und zwei schmale Stühle bleibt daneben kaum. Soll der Balkon primär zum Sonnenbaden oder als Esszimmer-Ersatz dienen, können Sie vermutlich auch einen etwas größeren Tisch, einen Lounge-Sessel oder eine Liege aufstellen. Wollen Sie Freunde und Familie auf den Balkon einladen, sollten Sie im Vorhinein mehr Raum für Sitzgelegenheiten einplanen. Das müssen nicht immer Stühle sein. Auch eine schmale Eckbank oder eine kurze Bierbank lassen sich platzsparend integrieren.

Foto: Butlers
Foto: Butlers

Balkonmöbel-Klassiker: Kleiner Tisch und zwei Stühle

Für zwei Personen reicht zunächst ein runder oder viereckiger Esstisch mit zwei Stühlen oder Sesseln. Im Handel wird diese Kombination oft als klassisches Balkon-Set angeboten. Wer in unteren Geschossen wohnt und weniger dem Wind ausgesetzt ist, kann auf Barmöbel zurückgreifen. Sie sind meist für eine kleine, schmale Stellfläche konzipiert, häufig aus Polyrattan und daher leicht vom Gewicht. Zudem lassen sich Barhocker platzsparend unter die Tischplatte schieben. Für kleine Wohnungen können auch Möbel sinnvoll sein, die sowohl für drinnen als auch für draußen geeignet sind. Da die Grenzen zwischen der Einrichtung für den Innen- und Außenbereich immer weiter verschwimmen, so der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in seiner aktuellen Trendanalyse, können viele Gartenmöbel von ihrem Aussehen her genauso gut in Ess- oder Wohnzimmern stehen. Sie unterscheiden sich nur durch die widerstandsfähigeren Materialien von den Indoor-Möbeln.

Für mehr Entspannung: Loungemöbel auf dem Balkon

Foto: Home24
Foto: Home24

Angesagt sind in dieser Saison auch zierliche, abgerundete Sofas mit dicken Polstern. Auf niedriger Höhe können hierauf zwei oder mehr Personen relaxen und die Beine ausstrecken. Reichen Ihre Quadratmeter für ein solches Loungesofa nicht aus, können Sie eine schmalere Version wählen, die – ähnlich wie beim Strandkorb – eine ausziehbare Verlängerung für die Beine hat. Eine Alternative sind Loungesessel mit oder ohne Fußteil sowie gepolsterte Boxsessel, die verschiedene Hersteller in einem modularen, erweiterbaren System anbieten. Oder Sie funktionieren eine alte Möbeltruhe mit Hilfe von Sitz- und Rückenpolstern zu einer gemütlichen Sonnenbank um. Der Vorteil ist, dass Sie deren Innenleben später noch zum Verstauen der Textilien nutzen können, sollte es regnen.

Um Platz zu sparen, kann der Tisch neben den Loungemöbeln klein ausfallen. Ein Beistelltisch zum Abstellen von Kaffeetasse, Buch und Sonnenbrille reicht vollkommend aus.

Tipp: Loungemöbel am besten entlang der Schmalseite des Balkons platzieren – so wird die Sitzecke von drei Seiten gemütlich umschlossen und es bleibt noch etwas Platz für einen Essplatz, ein bisschen Dekoration sowie für Pflanztöpfe.

Extravagant: Balkonmöbel zum Schaukeln

Foto: Obi
Foto: Obi

Ein weiterer Trend in dieser Saison sind Möbel zum Schaukeln, denen wegen des sanften Wippens eine beruhigende Wirkung nachgesagt wird, so der VDM. Für kleine Balkone eignen sich ein Schaukelstuhl oder ein Hängesessel. Letzterer baumelt entweder in einem Gestell oder wird über einen Haken an der Balkondecke befestigt. Wichtig ist, den Schwingradius einzuplanen, um nicht im Nachhinein festzustellen, dass kaum noch Stellfläche für weitere Möbel bleibt.

 

 

Flexibel bleiben: Balkonmöbel zum Klappen, Stapeln, Ausziehen

Foto: Butlers
Foto: Butlers

Wenn Sie Ihren Balkon flexibel nutzen möchten, sollten Sie Tische und Stühle wählen, die sich leicht zusammenklappen oder stapeln lassen, wenn der Wäscheständer nach draußen soll oder Sie Platz für eine Sonnenliege brauchen. Eine pfiffige Lösung sind Hängetische, die an der Brüstung verankert werden und im eingeklappten Zustand keine Stellfläche benötigen. Ebenso gibt es Balkontische, die nach Bedarf auf die doppelte Größe ausgefahren werden können. Oder solche, unter deren Tischplatte ein Wäscheständer integriert ist, sodass Sie das Möbel zweifach nutzen können. Viele Balkonstühle und -sessel lassen sich schnell zusammenklappen. Als Sitzgelegenheit und Fußablage bieten sich zudem stapelbare Hocker an.

Praktisch und schön: Regale und Wohnaccessoires auf dem Balkon

Kein Balkon ohne Zierpflanzen: Daher kann auch eine Blumentreppe, ein Pflanzhocker oder ein Nischenregal den Mini-Balkon wohnlicher gestalten. Dieses steht entweder auf dem Boden oder Sie hängen es in kleinerer Ausführung an der Wand auf. Beliebt sind auch Blumenampeln, die Sie am Regal oder von der Decke hängen lassen können sowie natürlich die klassischen Balkonkästen, die nach innen ausgerichtet, mehr von ihrer Pflanzenpracht offenbaren. Erweitern lässt sich die Balkongestaltung durch zahlreiche Wohnaccessoires: Im Trend liegen Outdoor-Teppiche, Lichterketten, Windlichter sowie LED-Steh- oder Tischleuchten, so der VDM.

Foto: Obi
Foto: Obi

Optisch vergrößern: helle Farben für kleine Balkone

Die Grundfarben der Möbel, des Bodenbelags sowie auch des Sicht- und Sonnenschutzes sollten auf einem kleinem Balkon hell und einheitlich sein. Das schafft Weite im Gegensatz zu dunklen Farben, die die Fläche optisch verkleinern würden. Ist der Balkon nach Süden ausgerichtet, sollte jedoch klares Weiß als Grundton vermieden werden, da es bei Sonneneinstrahlung stark blendet. Besser geeignet sind helle Natur- und Pastelltöne sowie mediterrane Farben.

Das richtige Material auf dem Balkon: Holz, Metall oder Kunststoff?

Foto: Butlers
Foto: Butlers

Bei den Materialien wird auf einen Mix aus Metallgestellen, Holz, Kunstfasergeflechten und witterungsbeständigen Outdoor-Stoffen für Sitz- und Rückenkissen gesetzt. Metallmöbel sind modern, erhitzen aber bei direkter Sonne stark, weshalb textile Auflagen ratsam sind. Holz ist generell ein neutrales Material: Es heizt sich am wenigsten auf, wird aber auch nicht kalt, sodass Sie im Herbst noch gut auf solchen Stühlen sitzen können. Kunststoffmöbel aus Polyrattan mit ihrem charakteristischen Geflecht reagieren relativ unempfindlich auf Hitze, sollten bei starker Mittagssonne aber mit Polsterauflagen bestückt werden, da man auf ihnen schnell schwitzt.

 

 

 

 

 

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